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Land of the lost

To Dust Again

05:30
0:00

Uploaded: 3 months ago | Deutschland


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Participant:
To Dust Again
Song title:
Land of the lost

Wir freuen uns sehr, dass du am HOFA Song Contest teilgenommen hast und möchten dir hier in Form einer Songanalyse ein Feedback geben.

Dein Song hat eine nette Atmosphäre und lässt sich dem Genre Rock bzw. Indie-Rock zuordnen. Harmonisch glänzt er weniger durch viel Variation und ist relativ straight und zielorientiert nach dem „Weniger ist Mehr“ Prinzip. Uns ist aufgefallen, dass dein Song einen etwas flachen Spannungsbogen aufweist. Man könnte diesen musikalisch noch stärker ausbauen, um den Hörer mehr zu fesseln und das Stück noch spannender zu gestalten.  In den meisten Aspekten passen die verschiedenen Elemente des Stücks ganz gut zur Stimmung. Dennoch gibt es auch hier noch Möglichkeiten zur Optimierung. Achte darauf, dass die Klangauswahl der Instrumente, das Arrangement und der Text stets dieselbe Stimmung transportieren und gemeinsam Steigerungen vollziehen, um die Wirkung des Songs zu erhöhen. Der Refrain deines Songs könnte sich dabei noch ein bisschen besser von den Strophen abheben, um eine stärkere Steigerung zu erreichen und die “Hookline” noch eingänglicher zu gestalten. Der Wechsel zur Double-Time Performance der Drums ist hierbei schon ein guter Ansatz. Du könntest auch mal probieren weitere Elemente wie Vocals, Gitarren oder Keys hinzuzunehmen, um den Refrain noch etwas mehr zu öffnen.

Der Song ist etwas lang geworden. Vielen Hörern wird es schwerfallen, sich durch die gesamte Länge des Songs konzentrieren zu können. Es macht in populären Musikstilen meistens Sinn, sich an einer Songlänge von 3,5 min zu orientieren, damit der Song auch im Radio zur Geltung kommen kann. Man kann außerdem eine etwas längere Albumversion anfertigen, aber auch in diesem Fall sollten die ersten 3,5 min des Songs die wichtigsten Passagen enthalten.

Die Vocal-Performance ist technisch ordentlich umgesetzt. Uns ist allerdings ein insgesamt etwas emotionsloser Stil aufgefallen. Gerade in dieser Stilistik ist es wichtig, bei der Aufnahme auf eine ausgeprägte und passende Emotionsebene zu achten. Bedenke, dass die menschliche Stimme der wichtigste Emotionsträger in beinahe jedem populären Musikstück darstellt. Da Musik in erster Linie von Emotion lebt, lohnt es sich also, hierauf besonderes Augenmerk zu legen. ;)

Die Intonation der Vocals ist leider nicht ganz optimal. Hier macht es Sinn, an problematischen Stellen eine Tonhöhenkorrektur vorzunehmen, damit die Töne besser getroffen werden. Man sollte dabei allerdings darauf achten, dass die Natürlichkeit der Stimme erhalten bleibt – außer du möchtest genau diesen künstlichen Effekt erreichen.

Die Vocalaufnahmen haben einen leichten Anteil an Schmatzgeräuschen – dieser ist zwar noch im Bereich des Machbaren, aber kann durchaus noch optimiert werden. Um diese Geräusche bereits bei der Aufnahme zu vermeiden, sollte man darauf achten, dass der Sänger stets genügend zu trinken hat (stilles Wasser), da ein trockener Mund zu stärkerer Geräuschbildung führt. Es ist auch möglich, diese Geräusche durch geschickte Mikrofonpositionierung zu kaschieren – hier lohnt es sich also, ein wenig zu experimentieren.

Das Schlagzeug ist im Kontext des Songs etwas laut. Im Vergleich zu den anderen Teilen und Elementen klingt es etwas zu dominant. Gleichzeitig sind vor allem die Gitarren sehr leise und indirekt. Das ist etwas schade, da die Gitarre hier eine durchaus zentrale Rolle einnimmt und die Vocals stützt. Die Vocals wirken dadurch etwas isoliert und relativ laut.

Insgesamt wirken die Frequenzen in deinem Mix leider nicht ganz aufgeräumt und viele Elemente kommen sich gegenseitig in die Quere. Versuche, jedem Element einen passenden Platz im Frequenzgang zuzuweisen und mit entsprechendem EQ-ing eine Demaskierung zu erreichen, um ein transparenteres Bild zu schaffen. Zusätzlich ist das Frequenzbild deines Songs ist in den Mitten etwas schwach ausgeprägt. Der Gesamtklang erhält somit einen etwas unnatürlichen Sound. Versuche deshalb, die Signale in der Lautstärke oder im Equalizer etwas homogener zu bearbeiten. Besonders in den Mitten befinden sich die Informationen, die für die Grundtöne der Instrumente verantwortlich sind – dieser Bereich sollte daher nicht unterschätzt werden.

Die Hallräume sind leider nicht ganz optimal gewählt. Dadurch wirken einige Spuren etwas aufgesetzt und „fremd“. Versuche, Hallräume zu finden, die den Klang etwas homogener und natürlicher wirken lassen.

Analyser:
Ein Blick auf den Analyser zeigt, dass die mittleren Frequenzen deines Songs relativ schwach ausgeprägt sind und es dem Song dadurch an Wärme und Fundament fehlt. Die tieferen Mitten wirken wiederum etwas resonant, was zum Teil auf die lauten Drums zurückzuführen ist.

Die Mixanalysen sind neben Lehrmaterial, Video-Tutorials, persönlichem Support, Online-Campus & Studio-Workshops ein essentieller Bestandteil der HOFA-College Tontechnik-Fernkurse. Erfahrene Ton-Profis hören die Mixes der Kursteilnehmer und erstellen individuelle und ausführliche, mehrseitige Feedbacks über die Stärken und Schwächen der jeweiligen Arbeit mit vielen hilfreichen Tipps & Tricks.
Mehr Infos unter: hofa-college.de

Das HOFA Team wünscht dir weiterhin viel Spaß mit deiner Musik und deinen Produktionen!


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